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Kalendarium

1175 Der Sage nach fand der in den Hirschberger Wäldern jagende Herzog Bolesław Wysoki bei der Verfolgung eines waidwunden Hirsches eine warme Quelle, an der er eine Jagdhütte bauen ließ. Diese Begebenheit soll der Anlass für die Gründung Warmbrunns gewesen sein.
1281 Herzog Bernhard von Löwenberg schenkte den Striegauer Johannitern den Ort Calidus fons (Warme Quelle) mit 250 Hufen Wiesen, Wälder und Ackerland. Bald entstand an der Quelle ein Spital. Die Bewohner der Siedlung waren 20 Jahre lang von Abgaben befreit. Im selben Jahr kauften die Johanniter 100 Hufen Brachland im Isergebirge dazu, vermutlich um die dort vorhandenen Bodenschätze zu fördern.
1288 Mit Einverständnis von Bolko I., Herzog von Schweidnitz und Jauer bauten die Johanniter im Nachbardorf Herischdorf (Malinnik) eine Herberge "zum Nutzen und zum Besten der warmen Quellen und des Ordens".
1318 Im Register des Erzpriesters Gabriel di Rimini wurde erstmalig die Kirche in Warmbrunn erwähnt, die Ortschaft selbst als "Cheplevode" bezeichnet.
1381 Gotsche Schoff II., ein Ritter von Bolko II., dem Herzog von Schweidnitz und Jauer, erwarb von dessen Witwe Agnes das Gut Warmbrunn. Die früheren Besitzer - die Johanniter - verzichteten aus unbekannten Gründen auf ihre Rechte an dem Land.
1403 Der Ritter Gotsche Schoff, der Ahnherr der Familie von Schaffgotsch, stiftete für vier Mönche aus dem Grüssauer Zisterzienserkloster eine Propstei und schenkte ihnen eine der beiden warmen Quellen sowie andere Güter.
1418 In Warmbrunn wurde das erste öffentliche Wirtshaus eröffnet.
1422 In diesem Jahr soll es in Warmbrunn schon eine Schuhmacherwerkstatt gegeben haben, die für 3 gute Groschen ein Paar Schuhe und für 12-14 gute Groschen ein Paar Schnürstiefel herstellte.
1426 Bei dem Hussiteneinfall blieb auch Warmbrunn nicht verschont. Der Bevölkerung gelang es, sich auf der Burg Kynast und in Hirschberg zu retten.
1431 Nach einer Chronik war ein gewisser Franz Walter aus Grüssau in diesem Jahr Lehrer in Warmbrunn. Die Schule dürfte jedoch bereits mit der Gründung der Propstei entstanden sein.
1440 Für dieses Jahr wird berichtet, dass man in Warmbrunn Schnaps brannte, jedoch nicht zum Genuss, sondern für medizinische Zwecke.
1515 Kaspar Schaffgotsch ließ an der Pfarrkirche eine Kapelle bauen, die von da an dem Adelsgeschlecht als Familiengruft diente.
1524 Im Nachbardorf Herischdorf leitete Pankraz Weisig die evangelische Gemeinde, zu der auch die Warmbrunner Protestanten gehörten. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Tätigkeit der evangelischen Gemeinde verboten.
1537 Auf Initiative des Grüssauer Abtes Michael wurde in Warmbrunn ein in Stein gemauertes Gebäude errichtet, das zunächst den Grüssauer Prälaten diente und später für die Badegäste bestimmt wurde.
1547 Ein Großbrand zerstörte die Klosterbauten und die alte Holzkirche.
1569 Der Brandenburger Arzt Caspar Hoffmann erstellte die erste wissenschaftliche Beschreibung des Warmbrunner Kurbetriebs. Er unterschied zwischen dem allgemein zugänglichen gräflichen Bad, in dem viele arme Leute behandelt wurden und dem Propsteibad, das hauptsächlich den Reichen diente. Zu den Kurmitteln gehörten Bäder, Trinkkuren und Güsse. Die Anwendungen fanden unter der Aufsicht eines Badearztes und des Hilfspersonals statt.
1570 Das Propsteibad erhielt steinerne Wände
1575 Die Familie Schaffgotsch baute eine große Mühle mit 3 Rädern.
1582 Das Kloster wurde erneut von einem Brand heimgesucht.
1586 Es wurde mit den mehrere Jahre dauernden Bauarbeiten an dem heute noch bestehenden Klostergebäude begonnen.
1591 In Warmbrunn wurde der erste polnische Kurgast notiert - Helena Kałęcka geborene Klucznik. Sie starb während der Kur. Ihr Ehemann, der Warschauer Bürgermeister Albert Kałęcki, stiftete seiner verstorbenen Gattin ein Epitaph, das sich nicht erhalten hat.
1599 Auf Initiative von Caspar Ebert wurde ein größerer Behälter für die Propsteiquelle gebaut, indem der über der Quelle befindliche Bau vergrößert wurde. Gleichzeitig baute man auch Umkleiden für die Badegäste.
1607 In Görlitz erschien das Werk des Naturforschers und Warmbrunner Arztes Caspar Schwenckfeldt - "Hirschbergischen Warmen Bades, in Schlesien unter dem Riesen Gebürge gelegen, Kurtze und einfältige Beschreibung &c.Görlitz 1607" - die erste so genaue wissenschaftliche Beschreibung des Badeorts und der heilenden Eigenschaften seiner Thermalquellen.
1618 Es erschien die erste Badeordnung, verfasst von dem Trebnitzer Arzt Dr. Martin Pansa.
1625 Der berühmte polnische Heerführer Stanisław Koniecpolski weilte zur Kur in Warmbrunn.
1627 JHans Ulrich Schaffgotsch ließ das alte Holzgebäude des großen Bades abtragen und an seiner Stelle einen Kurpavillon errichten. Der Rundbau besaß zwei Eingänge und Umkleideräume. Dieser Bau diente den Kurgästen bis Anfang des 20.Jh.
1653 In das Warmbrunner Bad kamen (zu unterschiedlichen Zeiten) zwei Vertreter des polnischen Hochadels zur Kur - Albrycht Stanisław Radziwiłł und Krzysztof Opaliński. Beide kamen in Begleitung ihrer Gattinnen und eines zahlreichen Gefolges.
1654 Der letzte evangelische Pastor in diesem Jahrhundert war Elias Breithor. Im Zuge der Rekatholisierung verloren die Warmbrunner Protestanten ihren Seelsorger. Im selben Jahr kurierte Jan Rosicki, der Vizekancler des Königreichs Polen, drei Wochen lang eine alte verschleppte (schlecht heilende) Beinwunde.
1662 Angesichts der großen Gewinne, welche die Warmbrunner Quellen einbrachten, ließ der Grüssauer Abt Bernhard Rosa die alten Badebauten an der Klosterquelle abtragen. An ihrer Stelle ließ er ein neues, auch zentral gelegenes Gebäude errichten. Die Bauarbeiten dauerten bis 1664.
1665 Es erschien ein weiteres, dem Warmbrunner Bad gewidmetes Buch. Sein Verfasser war der Arzt Adalbert Zindel.
1677 In Warmbrunn weilte mit einem großen Gefolge Fürst Michał Kazimierz Radziwiłł. Unter den Begleitpersonen war der Truchsess der Provinz Żmudź, Teodor Billewicz, der die erste uns bekannte polnischsprachige Beschreibung des Kurortes hinterließ.
1678 Die Warmbrunner Einwohner errichteten mit vereinten Kräften einen Hochwasserdamm am Zacken.
1682 In diesem Jahr schrieb der Warmbrunner Chronist und Glasermeister Christoph Scholtz: "… im Juni kam hier ein sehr würdiger Herr aus Polen an. Ein sehr geiler Gast - für eine ewig lange Zeit. Er wohnte in der Propstei, im roten Haus. Ein Schürzenjäger, wie wohl so bald keiner hierher kommen wird." Diese Worte waren auf den Kanzler Wielopolski gemünzt.
1687 Königin Maria Sobieska von Polen reiste mit ihren Kindern und dem zahlreichen Hofstaat nach Warmbrunn zur Kur.
1689 Nach einem Entwurf von Martin aus Liebau ließen die Zisterzienser an Stelle des alten ein neues Kurhaus errichten, das umgangssprachlich "Langes Haus" genannt wurde. Um die Baukosten abzudecken, erhöhte der Orden die Feudalabgaben. Das führte zu Aufruhren unter den ansässigen Bauern.
1692 In Warmbrunn reiste der Primas von Polen, Michał Radziejowski, an.
1702 In diesem Jahr sollen die Warmbrunner Glasschleifer eine getrennte Zunft gegründet haben. Die Hochwasserwelle war so hoch, dass das Wasser in die Bäder strömte. Der nächste hohe Besuch aus Polen war der Sohn von Jan III. Sobieski - Jakob.
1709 Der Bunzlauer Baumeister Elias Scholtz begann mit der Errichtung eines frei stehenden Kirchturms an der evangelischen Kirche. Die Arbeiten wurden 1711 beendet.
1711 Ein Großbrand zerstörte die Wambrunner Kirche und die Bäderbauten. Den Wiederaufbau übernahm der Hirschberger Ratsbaumeister Kaspar Jentsch.
1715 In Warmbrunn und anderen Ländereien der Familie Schaffgotsch wurden die Bauern mit einem Zins belegt.
1733 In Warmbrunn wurde die später besonders für ihre Schlesien betreffenden Werke berühmte Schaffgotsche Bibliothek angelegt.
1740 Das Handelskolleg berief alle Leinenweber und andere mit der Leinenweberei beschäftigten Arbeiter nach Warmbrunn. Sie äußerten ihre Ansichten zu Veränderungen in der Leinenweberordnung, um ihre Erzeugnisse qualitativ zu verbessern.
1741 Die preußische Regierung erhob Warmbrunn auf die Ebene der Marktstädte.
1742 Als Herrscher über Schlesien gab König Friedrich II. von Preußen seine Einwilligung zum Bau eines evangelischen Bethauses in Warmbrunn. Der erste Pastor war Adam Gottfried Thebesius. In Warmbrunn arbeiteten 40 Glasschleifer, im Sommer waren es noch wesentlich mehr. Sie konnten dann ihre Ezeugnisse an die zahlreichen Kurgäste verkaufen.
1758 Der polnische Adlige aus Großpolen, Rafał Gurowski, stiftete für die Statue des hl. Johannes von Nepomuk einen Sockel mit entsprechender Inschrift. Auf seine Initiative wurde auch ein Epitaph für seinen während der Kur verstorbenen Freund Jaraczewski angefertigt. Leider ist das Epitaph in den siebziger Jahren des 20. Jh. verloren gegangen.
1774 Die Arbeiten an dem Bau einer evangelischen Kirche an Stelle des alten Bethauses begannen. Sie wurden 1777 beendet.
1777 Am 27.X. zerstörte ein Brand das Schloss des Reichsgrafen von Schaffgotsch bis auf die Grundmauern.
1781 Man begann mit dem Bau einer neuen Straße, die Warmbrunn über Herischdorf mit Hirschberg verband. Die alte Straße führte am anderen, dem linken Zackenufer entlang.
1784 In dem Jahr begannen die Arbeiten am Wiederaufbau des 7 Jahre zuvor niedergebrannten Schaffgotschen Schlosses. Das 1788 beendete Bauwerk ist bis heute erhalten.
1790 Johann Wolfgang Goethe weilte vom 1.VIII. bis zum 22.IX. in Bad Warmbrunn.
1797 Im Kurpark wurde mit dem Bau der Galerie nach dem Projekt von Carl Gottfried Geissler begonnen. 1800 war der Säulen- und Kuppelbau fertig.
1800 Am 16. und 17. August weilte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen mit Gattin Luise in Bad Warmbrunn.
1802 Nach einem Entwurf des königlichen Bauinspektors Kirchstein aus Breslau ließ Graf Johann Nepomuk Schaffgotsch ein mit dem Bassinbau verbundenes "Duschehaus" errichten. 1853 wurde der von den Kurgästen sehr geschätzte Bau erweitert.
1806 /07 Die Napoleonische Armee nahm mit Schlesien auch Bad Warmbrunn ein. Die Truppen quartierten sich u.a. im gräflichen Schloss ein. Außer hohen Kontributionen in Bargeld mussten die Warmbrunner kurzfristig 2400 Paar Schuhe an die Armee liefern.
1808 Nach seinem ersten Aufenthalt im Jahre 1792 weilte Hugo Kołłątaj zum zweiten Mal in Warmbrunn und schrieb hier sein Werk "Bemerkungen zur Lage des Teils des polnischen Landes, das nach dem Tilsitter Frieden das Warschauer Fürstentum genannt wurde".
1809 Gräfin Juliane Schaffgotsch gründete in Warmbrunn eine Webschule für Mädchen.
1810 Die preuißischen Behörden zogen in ganz Schlesien, darunter auch in Warmbrunn, die Klostergüter ein.
1812 Trotz der schwierigen finanziellen Lage infolge der an die französische Armee zu entrichtenden Kontribution erwarb Graf Leopold Schaffgotsch für 62 000 Taler die früheren Klostergüter in Warmbrunn und wurde dadurch zum alleinigen Besitzer des Bades.
1814 Der Postdirektor von Hirschberg rief als Privatunternehmer einen Postkutschenverkehr ins Leben. Zunächst kursierten die Postkutschen dreimal täglich, später in den Sommermonaten sechsmal am Tage.
1816 Fürstin Izabela Czartoryska, geb. Fleming, weilte drei Wochen in Warmbrunn. Ihr Tagebuch "Mit der Diligence durch Schlesien. Ein Tagebuch von meiner Reise nach Warmbrunn im Jahre 1816".
1824 Die Freimaurerloge "An der Heißen Quelle" wurde gegründet. Nach dem Entwurf von Bauinspektor A. Malilickh wurde das "Leopoldsbad" erbaut.
1834 Am 1. Juli wurde die Schaffgotsche Bibliothek der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
1836 Das klassizistische Kurtheater wurde nach dem Entwurf des gräflichen Baumeisters Albert Tollberg errichtet. Bis dahin waren die Schauspieler in provisorischen Räumen aufgetreten. Die Warmbrunner Theatergesellschaft bestand schon 1804.
1837 Am 23. August verstarb während des Kuraufenthaltes der 1765 geborene Breslauer Buchhändler und Verleger Gottlieb Korn, der auch Bücher in polnischer Sprache herausgab.
1844 In Warmbrunn war eine kleine Fabrik für chirurgische Instrumente in Betrieb, die später nach Hirschberg verlegt wurde.
1845 In Warmbrunn konstituierte sich der "Verein für Warmbrunn und Umgegend", der sich eine Verbesserung der Lage der ärmsten Einwohner des Kreises zum Ziel setzte. Die Polizei löste die sozialistisch-kommunistisch orientierte sog. "Warmbrunner Verschwörung" auf. An der Spitze der nur 7 Personen zählenden Organisation, die keinerlei Rolle gespielt hatte, stand Franz Wurm.
1847 Im August kam es zu einem Treffen der Dichter Wincenty Pol und Kornel Ujejski mit dem tschechischen Naturforscher und Professor der Physiologie Jan Purkyně. An das Treffen erinnert eine Inschrift an einem Felsblock im ehemaligen Füllnerpark.
1848 Ein Aufruhr der Bauern zwang die Familie von Schaffgotsch zur Aufhebung der Frondienste und feudaler Abgaben. Der Text dieses Verzichts in Form von Plakaten war die erste in Warmbrunn ohne Zensur erschienene Druckschrift. In der Region war dies der Beginn einer antifeudalen Massenbewegung im Rahmen des Völkerfrühlings.
1849 Aus der Kirche in Seifersdorf wurden 16 Grabsteine von Verwandten der Grafen Schaffgotsch nach Warmbrunn gebracht und an der katholischen Kirche aufgestellt.
1850 In der Breslauer Verlagsanstalt Korn erschien der erste authentische Bergführer in polnischer Sprache "Warmbrunn und seine Umgebung" von Rozalia Saulson, die ein Jahr zuvor in Warmbrunn gewesen war.
1851 Am 15. Mai wurde in 60 m Tiefe die "Neue Quelle" erschlossen, die pro Stunde 70 l Wasser mit einer Temperatur von 44,3°C spendete. Die Bohrungen hatten bereits 1849 unter der Leitung von Ing. Milch aus Köln begonnen. In demselben Jahr weilte in Warmbrunn der Dichter Bogusz Zygmunt Stęczyński, der später sein Werk "Schlesien und die Sudeten" veröffentlichte.
1854 Heinrich Füllner gründete eine kleine Reparaturwerkstatt für Papiermaschinen, aus der mit der Zeit die bekannte Papiermaschinenfabrik wurde.
1858  

Im alten Klosterhof wurde ein neues Badehaus errichtet. Es wurde nach dem Grafen Schaffgotsch "Leopoldsbad" benannt.

1865 Am 9. September erreichte der erste Eisenbahnzug der Bahnlinie Görlitz - Lauban - Reibnitz die Station Reinitz. Im folgenden Jahr verlängerte man die Strecke nach Hirschberg. Dadurch konnten Kurgäste aus dem Binnenland Deutschlands mit dem neuen Verkehrsmittel fast bis zum Kurort gelangen.
1866 Das Militärkurhaus nahm seine Tätigkeit auf. Im Laufe der Zeit wurde es zum Hedwigskrankenhaus umfunktioniert.
1875 Die Freiwillige Feuerwehr wurde gegründet.
1876 Graf Ludwig Schaffgotsch machte seine ornitologische Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich.
1880 Es entstand eine regelmäßige Verbindung mit Hirschberg, die zunächst durch 20 Eilpostwagen mit 40 Pferden unterhalten wurde. Im selben Jahr nahm die Warmbrunner Abteilung des von Theodor Donat gegründeten Riesengebirgsvereins ihre Tätigkeit auf.
1882 Die erste Nummer der "Warmbrunner Nachrichten" erschien.
1883 In 155 m Tiefe erschloss eine Bohrung die 35°C warme "Antonienquelle" (heute "Marysieńka").
1885 Aus Hirschberg wurde eine Gasleitung nach Bad Warmbrunn gelegt.
1891 Die Bahnverbindung Hirschberg - Bad Warmbrunn wurde in Betrieb genommen. Der erste Zug befuhr die Strecke am 1. Juli. Im Riesengebirge weilte der Schriftsteller und Reisende Władysław Bełza, der in seinem Buch "Im Riesengebirge" dem Kurort 5 Seiten widmete.
1897 Auf der Strecke Hirschberg - Warmbrunn - Hermsdorf wurde eine Straßenbahn mit Gasantrieb eingesetzt. Ein Hochwasser richtete in Bad Warmbrunn große Schäden an.
1900 Am 10. Februar kam die erste elektrische Straßenbahn in Bad Warmbrunn an.
1902 In den Jahren 1902-1935 wurde in Warmbrunn die Zeitschrift Rundschau für Bad Warmbrunn herausgegeben. Im November erfolgte die Eröffnung der damals berühmten und heute noch bekannten Holzschnitzschule.
1903 Am 17. Mai wurde die im Hirschberger Tal erste Verbrauchergenossenschaft gegründet. Ihr Ziel war es, die Lage der Bevölkerung zu verbessern.
1904 Nach zahlreichen Hochwasserkatastrophen bauten die Warmbrunner in den Jahren 1904-1908 trockene Hochwasserspeicher am Heidewasser und am Zacken.
1909 Warmbrunn kam in Besitz von zwei Automobilen - Omnibussen zur Beförderung von Fahrgästen.
1914 Die Talbahn zwischen Warmbrunn und Giersdorf wurde in Betrieb genommen. Sie war für die Entwicklung des Fremdenverkehrs im Riesengebirge von großer Bedeutung.
1914 -1918 Im I. Weltkrieg wurden die dem Kurbetrieb dienenden Gebäude hauptsächlich für verwundete Soldaten genutzt. Das "Lange Haus" stellte 40, das "Friedrichsbad" 60 Betten zur Verfügung.
1915 Am Hang des Schulzenberges fand eine der ersten Skiabfahrten in der Region statt.
1921 Der Bildhauer Cirillo dell´ Antonio aus dem italienischen Südtirol übernahm die Leitung der Holzschnitzschule und führte sie zu neuer Blüte.
1923 Die Inflation machte auch vor Bad Warmbrunn nicht halt. Die Familie von Schaffgotsch gab eigene Inflations-Geldscheine heraus. Ein Chronist hielt voller Entsetzen fest, dass ein Pfund Schweinefleisch 2,6 Billionen Mark kostete und eine Schachtel Zündhölzer 500 Millionen Mark.
1927 Auf der Strecke Hirschberg - Bad Warmbrunn - Schreiberhau nahm der erste elektrische Eisenbahnzug den Verkehr auf.
1931 Im Kurzentrum Warmbrunns wurde ein moderner Quellenhof - das Kurmittelhaus gebaut.
1935 Bad Warmbrunn erhielt den Status einer Stadt
1941 Die nahe Gemeinde Herischdorf verlor ihre Selbstständigkeit und gehörte fortan zu Bad Warmbrunn.
1945 Das nahende Kriegsende und die Angst vor dem Einmarsch der Russen bewegten die Besitzer Bad Warmbrunns, die gräfliche Familie von Schaffgotsch, zum Verlassen der Stadt. Am 8. Mai marschierte die Rote Armee in Bad Warmbrunn ein und der Sowjetische Kriegskommandant übernahm die Herrschaft. Bad Warmbrunn zählte damals 7878 Einwohner. Im Juni wurde Jan Stegert Bürgermeister von Cieplice. Am 16. September wurde hier die erste polnische Grundschule des Kreises eröffnet. Allmählich wurden die Betriebe und Fabriken von den Russen übernommen. Allmählich kamen polnische Siedler an - Ende des Jahres waren es etwa 5000.
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